Die Nummer 14

Die Endabrechnung für das Jahr 2019 ergab mit lediglich 55 Gutschriften auf dem Übernachtungskonto unseres SpaceCampers wieder einen leichten Rückschritt gegenüber dem Vorjahr. Das lag sicherlich zum Teil auch daran, dass der Spätherbst des Jahres leider keine weiteren Einträge für uns mehr parat hatte. Das stellt für uns natürlich überhaupt keinen Grund dar, Trübsal zu blasen. Denn im kommenden Jahr kann das alles schon wieder ganz anders aussehen. Immerhin startet das Neue Jahr 2020 gleich wieder traditionell mit einer ersten Übernachtung im Camper in Bremen. In diesem Jahr folgte sogar im Anschluss gleich eine zweite Nacht hinterher, so dass wir hochgerechnet auf das ganze Jahr aktuell bei um die 350 Übernachtungen landen könnten, wenn es so Schlag auf Schlag weiter gehen würde.

Die Tradition der ersten Übernachtung lag natürlich begründet im Geburtstag meiner Mutter, den wir standesgemäß in größerer familiärer Runde mal wieder im Jürgenshof, unweit des Weserstadions, feierlich begingen. Das Weserstadion war dann auch unsere Anlaufstelle am folgenden Tag. Wir mussten ja ob der prekären Situation, in der sich der glorreiche ortsansässige Verein aktuell leider befindet, wenigstens unser Menschenmöglichstes unternehmen, um ihn wieder auf den rechten Weg zu befördern. Zudem war es ja nun wirklich an der Zeit, sich in Anerkennung der Tatsache, dass sich ein gewisser peruanischer Zuschauerliebling das Trikot der Grün-Weißen in mittlerweile vier unterschiedlichen Jahrzehnten übergezogen hat, ein ebensolches Exemplar mit der Nummer 14 zu erwerben.

Den Rest des Tages verbrachten wir damit, das frisch renovierte Schlafzimmer mit einigen Bilderleisten weiter zu verschönern. Dazu mussten wir die Wände gar nicht so sehr perforieren wie man vielleicht vermuten mochte und konnten im Anschluss die gewünschten Gemälde an den rechten Fleck hängen und somit die Wiedereinrichtung des Schlafgemachs nach den handwerklichen Tätigkeiten im vergangenen Herbst endlich abschließen.

Das wir das Schlafzimmer dabei gar nicht in einen Schweizer Käse verwandeln mussten und auch weder eine Sicherung rausgeflogen ist noch ein Wasserschaden entstanden ist, lässt sich wie folgt erklären. Der patente Heimwerker überlässt natürlich nichts dem Zufall und bohrt nicht einfach frei Schnauze willenlos irgendwelche Löcher in die Wand. Was da alles passieren kann. Ein Leitungsprüfgerät musste also her. Im reichhaltigen Fundus meines Vaters sollte so ein Gerät sicher leicht zu finden sein. Aber von wegen. Alles mögliche konnten wir in der Werkstatt ausgraben, jedoch kein Leitungsprüfgerät. Wo das wohl wieder geblieben ist?

Also empfahl mir meine Mutter kurzerhand, doch mal eben bei den Nachbarn nachzufragen. Gesagt, getan, ich klingele nebenan, die liebe Nachbarin grüßt aus der Küche und kann aber leider auch nach telefonischer Rückversicherung bei ihrem Mann im eigenen Haushalt kein solches Gerät hervorzaubern. Damit lässt sie es aber längst nicht bewenden. Nach kurzer Beratschlagung und einem erfolglosen Versuch bei einem Telefonjoker auf der anderen Straßenseite gehen wir gemeinsam auf die Wanderschaft. Der nächste Nachbar hat jeweils noch eine weitere gute Idee, wen man noch fragen könne. Und so klingeln wir gefühlt bei jedem Nachbar in der Straße, der auch nur über ein eingeschaltetes Licht im Inneren den Anschein erweckt, zu Hause zu sein. Und selbst, wenn der gerade unter der Dusche steht. Über einige Stationen kommen wir schließlich zu dem Vater eines meiner ehemaligen Schulkollegen, der sofort weiß, was wir brauchen und uns das Prüfgerät ausleihen kann. Großartige Nachbarschaft!

Statistik

Ü1: 01.01.2020 -> 02.01.2020 in Bremen (142.557 km)
Ü2: 02.01.2020 -> 03.01.2020 in Bremen (142.569 km)

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