Zum Teufel mit Christine – Teil 2: Der Beginn einer Tradition?!

Und dann war die Woche auch schon wieder fast rum. Aber für den letzten Radfahrtag hatten wir uns noch ein ganz besonderes Schmankerl aufgehoben. Wie schon im vergangenen Jahr sollte es zum Abschluss für Christine, Jutta und mich die Val del Diaol Tour sein. Da kann man schon fast von einer Tradition sprechen. Die anderen waren entweder mit Packen oder vorzeitiger Abreise beschäftigt oder mussten Helena aus Venedig abholen oder fuhren einfach nur zum Spaß an einem heißen Samstag in den Pfingstferien in die völlig überfüllte Lagunenstadt.

Die Tour startete jedoch unter gar nicht so guten Vorzeichen. Da die vorangegangene Nacht alles andere als erholsam war, wollten die müden Knochen zunächst nicht viel Esprit verströmen. Eher schlecht als recht quälten wir uns die steile Asphaltpiste hinauf und versuchten soviel Schatten wie möglich zu erwischen. Doch wie schon so oft fuhr man sich dann doch irgendwie in die Tour rein und urplötzlich stand man noch leicht schnaufend am Kulminationspunkt und war gespannt, wie sich die bevorstehende Trailabfahrt dieses Mal darstellen würde.

Auf dem Weg nach oben sollte man viel trinken
…dann kommt man auch wohlbehalten am Berg an
Fertig machen zur Abfahrt

Aus dem letzten Jahr war noch eine gehörige Menge Respekt vor der Abfahrt im Gepäck dabei. Als nicht gerade inniger Freund von schmierigen und verblockten Trails in Kombination mit einem anspruchsvoll zu nennenden Gefälle, musste ich in diesem Jahr erneut feststellen, dass ausbleibender Regen zwar für die Landwirtschaft nur bedingt erfreulich ist, umso ausgeprägter ist die Freude jedoch beim geneigten MTB-Fahrer. Zusammen mit den bereits in den vergangenen Tagen angesprochenen verbesserten Sichtverhältnissen ergab sich tatsächlich ein durchaus erquicklicher kleiner Ausritt, für den wir uns am Abend noch mit einer leckeren Pizza aus dem Hotel Centrale belohnt haben.

Ein letztes Sonnenbad am See

Am Sonntag ließ es sich dann leider nicht mehr weiter hinaus schieben. Wir mussten unsere sorgsam über den Platz verteilten Klamotten wieder einsammeln und nach und nach wieder im Kofferraum des Spacecampers verschwinden lassen. Ohne in irgendeine Art von Hektik zu verfallen, waren wir dann am späten Nachmittag bereit zur Abfahrt. Natürlich aber nicht ohne zuvor noch eine Kiste von dem leckeren und vor Ort deutlich günstigeren lokalen Wein Ca dei Frati und eine vermutlich viel zu kleine Jahresration Nocciolata einzukaufen.

Dass für die Strecke zwischen Karlsruhe und dem Gardasee nicht zwingend immer mehr als acht Stunden zu veranschlagen sind, konnten wir bei unserer Rückreise sehr anschaulich unter Beweis stellen. Inklusive Pausen zum Fahrerwechsel und zur Nahrungsaufnahme im romantischen Licht des Sonnenuntergangs benötigten wir für die Strecke nur unschlagbare sechseinhalb Stunden. Warum geht das eigentlich nicht immer so schnell?

Grüße an Tom
Statistik

Ü21: 14.06.2019 -> 15.06.2019 in Torbole (127.747 km)
Ü22: 15.06.2019 -> 16.06.2019 in Torbole (127.747 km)

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