Wir stechen in See

Das Schöne an einem durch einen Urlaub nur halbherzig verfolgten sportlichen Großereignis ist, dass der Misserfolg der persönlich und emotional favorisierten Equipe schnell in den Hintergrund gedrängt wird. Anstatt den Tag Trübsal zu blasen, über den Fußballgott zu schimpfen und die Unfähigkeit aller Beteiligten konstatierend zu verbringen, genossen wir den reichlich gedeckten Frühstückstisch in Kombination mit den herrlich leckeren französischen Backwaren. Danach stellten wir unser Sonnensegel auf und richteten uns so langsam für die kommenden knapp zwei Wochen ein.

Der Vorteil an der Tatsache, dass sich Gerd schon zwei Tage vor uns vor Ort einrichten konnte, ist unbesehen der, dass das Boot schon klar gemacht werden konnte und eine erste Einführungsrunde schon die Fahrtauglichkeit im neuen Gewässer unter Beweis stellte. So stand einem ersten Ausflug in der größeren Gruppe nichts im Wege.

Dank Facebook und Instagram und der Tatsache, dass jeder schon überall war und es auf den sozialen Medien natürlich auch in die ganze Welt hinaus posaunt, gibt es im Grunde keine einsamen und unberührten Plätze mehr auf diesem Planeten. Das mussten wir leider auch feststellen. Die nur einen Katzensprung nach Süden entfernte kleine Bucht mit wunderbarem Sandstrand und türkisblauem Wasser und vor allem ohne direkten Zugang über eine Straße vom Land aus, die wir vor wenigen Jahren noch als ein ebensolches lauschiges Plätzchen erlebt hatten, war selbst heute in der Vorsaison überfüllt mit Booten wie sonst nur zur Ferienzeit. Zu allem Überfluss gibt es dort nun seit einem Jahr eine Strandbar, die selbstverständlich auch von der Straße aus erreicht werden kann. Schade!

Nach dieser kleinen Ausfahrt war unser Wassersporttag selbstredend noch längst nicht beendet. Unter Einsatz aller Kräfte pumpten wir in einer schweißtreibenden Aktion sowohl das Kayak als auch das Stand Up Board auf und ließen beide parallel zu Wasser. Die Bucht direkt am Campingplatz bietet sich aber auch geradezu dazu an. Trotz eines auffrischenden Windes bleibt das Wasser verhältnismäßig ruhig, so dass man ohne Probleme seine Runden drehen kann.

Statistik

Ü23: 17.06.2018 -> 18.06.2018 in Golfo di Sogno (99.113 km)

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