Die Bucht lohnt sich schon

Um ein wenig Strecke hinter uns zu bringen, war unser nächster anvisierter Zielpunkt der Plage d’Arone. Den Campingplatz und die Bucht kannten wir noch von unserem ersten Aufenthalt auf Korsika, und hatten beides noch in ganz guter Erinnerung.

Auf der Karte schien es nur ein Katzensprung zu sein. Aber Katzensprünge gibt es hier auf Korsika nicht. Jede noch so kurz scheinende Strecke benötigt doch erheblichen zeitlichen Aufwand, sie zu bewältigen. Dies gilt insbesondere für die Westküste der Insel, auf der sich selbst die Nationalstraßen durch Täler schlängeln wie eine orientierungslose Blindschleiche. So kamen wir nach guten fünf Stunden und 155km am Ziel an. Aber immerhin hatten wir dieses Mal das Klo besser fixiert, so dass uns kein weiteres Malheur passiert ist.

Auf dem Weg sahen wir den einen oder anderen menschenleer aussehenden Strand, den wir als Geheimtipp uns für den nächsten Urlaub auf Korsika vorgemerkt haben. Allerdings waren dort in der Nähe keine Campingplätze zu finden, so dass wir sie dieses Mal nicht näher inspiziert haben. Wir hatten ja keine Zeit!

Am Ziel angekommen, stellte sich heraus, dass unsere traumhaft schöne, feinsandige Bucht alles andere als menschenleer war. Zudem hatten wir den Eindruck, dass im Vergleich zu unserem letzten Besuch direkt am Strand zwei neue Restaurants und ein Baywatch-Häuschen dazugekommen waren. Ein weiteres Indiz dafür, dass sich die Bucht einer steigenden Beliebtheit erfreut. Einsam wird sie vermutlich nicht mehr werden.

Trotzdem nahmen wir uns zwei Tage Zeit, um sie insbesondere mit dem Board vom Wasser aus zu genießen. Hier kam er wieder deutlich zu Tage, der Wunsch nach einem Reef 240 Kanu. Denn die Bucht wird an beiden Seiten von zerklüfteten Felsklippen umsäumt, die dazu einladen, sie näher zu besichtigen. Das können wir aktuell leider nur einzeln auf dem Board machen.

klippen
Auf Erkundungstour

Die Hoffnung, dass sich nach dem Wochenende eine deutliche Entspannung am Strand bemerkbar machen würde war leider trügerisch. Das einzige, was entspannter sein würde am Montag, wäre das Ertrinken im Meer, da die Rettungsschwimmer offensichtlich Saisonschluss hatten. Sogar die Stranddusche haben sie mitgenommen.

Am Abreisetag wurden wir von den Gesängen eines hyperaktiven deutschen Kindes mit offensichtlichen Tourette-Indikatoren begleitet. Das aber nur am Rande, weil es mich gerade wahnsinnig beim Schreiben nervt…

Statistik

Ü26: 10.09.2016 -> 11.09.2016 in Plage d’Arone (46.025 km)
Ü27: 11.09.2016 -> 12.09.2016 in Plage d’Arone (46.025 km)
Ü28: 12.09.2016 -> 13.09.2016 in Plage d’Arone (46.025 km)

Karte

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