Durch den sehr warmen Sommertag am Samstag verschob sich Juttas Trainingsrunde für den Halbmarathon über nun mittlerweile schon 14km auf den sehr frühen Sonntag. Auch ich beteiligte mich mit immerhin 6km daran. So hatten wir unser Tagewerk bereits um kurz vor zehn Uhr erledigt und konnten danach den Rest des Tages genießen. Das taten wir mit einem kleinen Ausflug zur Seebrücke in Sellin.


In Sellin gab es dann fantastischen Kuchen im Café klein&fein und gratis obendrauf noch eine Lebensweisheit einer Mutter für ihren Sohn. „Du musst in die Frauen investieren, Oskar“. Da wird dem Sohnemann doch gleich auf dem weiteren Lebensweg etwas Bleibendes mitgegeben. Der schnöde Mammon ist nämlich genau das, mit dem man auf die Suche nach der Lebensabschnittspartnerin gehen sollte und womit man die Auserwählte für sich einnehmen kann und wird. Aufgemerkt, Oskar!
Der abendliche Rückweg vom leckeren Restaurant am Wasser in Alt Reddevitz mutierte dann überraschenderweise in eine bedrohliche Mischung aus „Die Vögel“ und „Die Fliege“. Es begann in der Dämmerung mit einem immer lauter werdenden Summen als wären irgendwelche Spezialisten mal wieder mit ihren Drohnen unterwegs, um ihren Nachbarn in den Pool zu linsen. Aber es stellte sich alsbald heraus, dass es sich um Abermillionen kleiner Insekten handelte, die in riesigen Schwärmen in den Lichtkegeln der Straßenlaternen tanzten. Man war also angehalten, möglichst Mund und Nase geschlossen zu halten, während man halb geduckt und mit etlichen Ausweichmanövern die Straße entlang tanzte. Wie sich später herausstellte, wird es sich höchstwahrscheinlich um das größte jemals von Menschen beobachtete Zuckmückeninferno gehandelt haben.
