Der erste Urlaubstag war gleichzeitig Juttas Geburtstag. Der Tag startete also entsprechend feierlich um dann aber allmählich in den normalen Abfahrtstress überzugehen. Das Ziel war für heute das Mönchgut auf Rügen, wo wir Ute und Gerd treffen würden, die sich für zwei Wochen dort eingemietet haben. Auch Kerstin, Matthias und Leah waren in diesem Jahr mal wieder unsere Reisebegleitung und waren auch schon in Richtung Rügen unterwegs.

Leider wartete nach der über siebenstündigen Anreise mit etlichen Staus und sinnlosen vermeintlichen Stauumfahrungen kein opulentes und gleichermaßen angemessenes Geburtstagsmahl auf uns bzw. wenigstens auf das Geburtstagshäschen bei unserer Ankunft in Alt Reddevitz. Daher mussten wir nach der überschwänglichen Begrüßung wohl oder übel noch zum groß beworbenen Bollwerkfest in Baabe radeln.

An dieser Stelle ist vielleicht eine Triggerwarnung notwendig. Wer bei schlecht gemachter karaokeartig präsentierter schlimmer Schlagermusik Schnappatmung bekommt und reflexartig zu seinen Herzmedikamenten greifen muss, der sollte vielleicht an dieser Stelle zum nächsten Beitrag blättern. Ebenfalls sollten alle Mitarbeiter eines Gesundheitsamtes oder sonstige Verfechter hygienischer Grundprinzipien jetzt und hier aufhören zu lesen.

Uns erwarteten nämlich neben unfassbar erschreckend angerichteten und sensationell überteuertem Fastfood auch das Gesangs-Duo Jo & Josephine, deren Setlist leider im Laufe der recht kurzen Zeit, die wir vor Ort weilten, stetig unterirdischer wurde. Ob nun diese Stimmungskanonen oder aber die drei Kollegen vom Flammlachsstand das größere Highlight waren, liegt vermutlich im Auge des Betrachters. Nachdem unerhörte 16 Euro pro Portion die Thekenseite wechselten, wurden wir Zeuge davon, wie zwei hochgradig motivierte jugendliche Raucher mit ihren gerade erst angezündeten Kippen in der einen Hand leider nur noch eine weitere Hand frei hatten, um uns einen Klecks Remoulade und ein labriges Stück Brot neben den Lachs auf die Pappschale schmissen. Es war glücklicherweise schon so dunkel, dass wir den Flug der Asche nicht genauer nachverfolgen konnten. Immerhin haben sie den Löffel aus der Remoulade nicht zwischendurch noch in den Dreck geworfen oder abgeleckt.

Bevor Jo & Josephine mit der Zugabe starten konnten und wir vollends von der Abermillionen Stechmücken aufgefressen wurden, verließen wir fluchtartig das Gelände und störten uns auch gar nicht an der 13 prozentigen Steigung, die uns von den sicheren Gefilden des Campingplatzes trennten.

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  1. Margit

    Wenn einer eine Reise tut… Jutta nachträglich herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und euch allen liebe Grüße und schöne Urlaubstage aus dem heute etwas kühlen Michelstadt

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