{"id":1433,"date":"2016-09-25T20:32:47","date_gmt":"2016-09-25T20:32:47","guid":{"rendered":"https:\/\/oelfsreisen.wordpress.com\/?p=1433"},"modified":"2017-03-18T17:55:34","modified_gmt":"2017-03-18T17:55:34","slug":"der-achtzigste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/xn--lfsreisen-z7a.de\/?p=1433","title":{"rendered":"Der Achtzigste"},"content":{"rendered":"<p>Nun war es endlich soweit. Es half kein Weinen und Beschw\u00f6ren von irgendwelchen Ausfalltheorien wegen schlechtem Wetter, Eisgl\u00e4tte, Nebel oder Langeweile. Papa wurde am Samstag 80 Jahre alt. Zu diesem herausragenden und im h\u00f6chsten Ma\u00dfe feierlichen Anlass wurde daher wider Erwarten ob der oben aufgef\u00fchrten\u00a0Beispielausreden eingeladen. Im Laufe des Freitags trafen dann auch die ersten G\u00e4ste ein, insbesondere die drei S\u00f6hne mit ihren Familien. Und schwuppdiwupp war das Haus voll, so dass Oskar und Christine aus Waging sogar in ein Hotel ausquartiert werden mussten.<\/p>\n<p>Der Geburtstagssamstag begann mit einem ausgiebigen 17-Personen-Fr\u00fchst\u00fcck zu Hause. Langsam sollte man sich mal Gedanken \u00fcber einen Anbau oder einen Durchbruch zu den Nachbarn machen, damit ein neuer gr\u00f6\u00dferer Esstisch f\u00fcr so gro\u00dfe Festmahle auch irgendwie gestellt werden kann. Ein Feng-Shui-Experte w\u00e4re n\u00e4mlich vermutlich h\u00f6chst unzufrieden mit der diagonal im Raum stehenden Tafel gewesen. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Der K\u00f6stlichkeit der aufgetischten Speisen (inklusive gef\u00fchlter 28 Canelbr\u00f6tchen und fast ebenso vieler K\u00fcmmelstangen) tat das selbstredend keinen Abbruch.<\/p>\n<p>Zu der Tatsache, dass der Geburtstag nicht dem Nebel zum Opfer gefallen war, hatten wir das gro\u00dfe Gl\u00fcck, dass sich unser sorgsam ausgesuchtes Geschenk nicht im ersten Moment als \u00fcberfl\u00fcssig herauskristallisierte. Nun hat auch Papa endlich sein erstes Apfelger\u00e4t und muss zum Surfen nicht mehr zwingend die unz\u00e4hligen Treppenstufen ins Computerzimmer hinaufsteigen.<\/p>\n<p>Als der erste Hunger so langsam gestillt war, stand auch schon der n\u00e4chste Programmpunkt auf dem Plan. Um 12 Uhr waren die G\u00e4ste in den J\u00fcrgenshof geladen. Das junge Gem\u00fcse und die Junggebliebenen, die kein akutes Fu\u00dfleiden geltend machen konnten, machten sich zu Fu\u00df durch das sommerliche Bremen auf den Weg. Dieser f\u00fchrte uns vorbei am Weserstadion, welches sich schon f\u00fcr das anstehende Abendspiel gegen die Betriebssportgruppe eines gro\u00dfen nieders\u00e4chsischen Autoherstellers herausgeputzt hatte. Bereits sechs Stunden vor dem Anpfiff war ein reges Treiben vor Ort festzustellen. Beim Vorbeigehen tr\u00e4umte der eine oder andere noch von der nahezu unerreichbar erscheinenden M\u00f6glichkeit eines Stadionbesuches bei einem wahrhaftigen Punktspiel der ohne Frage beliebtesten Fu\u00dfballmannschaft des Landes&#8230;<\/p>\n<p>Im J\u00fcrgenshof wurden wir wie gewohnt mit k\u00f6stlichen Speisen verw\u00f6hnt, die in so ausreichend gro\u00dfer Menge dargeboten wurden, dass wir einiges davon auch noch eingepackt mit nach Hause nehmen konnten. Nennenswerte Programmpunkte im J\u00fcrgenshof waren neben der \u00dcberreichung und Verk\u00f6stigung der aus sage und schreibe zwanzig Tafeln Schokolade hergestellten Geburtstagstorte der 12-j\u00e4hrigen Lina selbstverst\u00e4ndlich auch die musikalische Darbietung des St\u00fcckes &#8222;Zum Geburtstag viel Gl\u00fcck&#8220; auf der Blockfl\u00f6te von Jolina, nebst Begleitung auf dem Klavier.<\/p>\n<p>Als einleitende Worte f\u00fcr das musikalische Intermezzo schaffte ich es tats\u00e4chlich endlich, die schon seit der Goldenen Hochzeit im vergangen Dezember stets vage in der Luft schwebende Idee umzusetzen, eine Rede zu Ehren des Jubilars zu halten. Doch auch trotz des immer intensiver werdenden Dr\u00e4ngens von Jutta, je n\u00e4her der Termin kam, blieb die Vorbereitung der Rede doch bis zum Schluss leider sehr rudiment\u00e4r. Es geht doch nix \u00fcber freies Sprechen ohne Manuskript. Lediglich mit ein paar Stichworten in den Notizen des Smartphones bewaffnet, versuchte ich ein paar nennenswerte Erinnerungen an das Licht der \u00d6ffentlichkeit zu bringen. Wenn ich nur ein ausformuliertes Manuskript vorbereitet h\u00e4tte, k\u00f6nnte ich es hier mit abdrucken. Da\u00a0es das\u00a0aber nicht gab, bleibt der Inhalt wohl allenfalls in den K\u00f6pfen den Anwesenden h\u00e4ngen, denen es nicht zu hakelig und sprunghaft war und dar\u00fcber eingenickt sind&#8230;<\/p>\n<p>Und wenn man das nicht t\u00e4glich macht, ist das Schreiben und vor allem Halten einer Rede doch wirklich kein Selbstl\u00e4ufer. Nur weil ich an dieser Stelle ein paar Gedanken und Erlebnisse in Form dieses Blogs niederschreibe, bin ich leider noch lange kein Redenschreiber. Nachdem das aber vollbracht war, konnte ich als Belohnung wenigstens noch eine gute Portion des Nachtisches vertilgen.<\/p>\n<p>Im Laufe des Nachmittags stellte sich heraus, dass Jona, einer der tr\u00e4umerischen Jungspunde des Vormittags, tats\u00e4chlich von seiner Patentante einen Besuch im Weserstadion f\u00fcr den gleichen Abend zu seinem 13. Geburtstag geschenkt bekommen hatte. Dazu musste nur noch schnell das bei den Gro\u00dfeltern bereitliegende Werdertrikot herangeschafft werden und dann konnte das Abenteuer Fu\u00dfballstadion beginnen. Und wie es der gr\u00fcn-wei\u00dfe Fu\u00dfballgott so wollte, sprang am Ende, auch mit Hilfe der vom Schiedsrichtergespannes ausreichend lang herausgez\u00f6gerten Nachspielzeit, der erste Pflichtspielsieg der noch jungen Saison f\u00fcr den glorreichen SVW heraus. Ein hoffentlich pr\u00e4gendes Erlebnis!<\/p>\n<p>Ein ebenso pr\u00e4gendes Erlebnis war f\u00fcr den Rest der Familie der Freudenjubel des mit einer leichten Erk\u00e4ltung geplagten Finn. Durch die N\u00e4he zum Weserstadion konnte er im Bett liegend das Nebelhorn h\u00f6ren, das sie stets einspielen, wenn mal wieder eines der vielen Tore f\u00fcr die Heimmannschaft gefallen ist. Mit lautem Get\u00f6se und sehr kurzem Beinkleid st\u00fcrmte er ins Esszimmer und vollf\u00fchrte einen pr\u00e4chtigen Freudentanz.<\/p>\n<p>Alles in allem konnte man das Gef\u00fchl bekommen, dass sich das Geburtstagskind dank der vielen lieben G\u00e4ste, des sch\u00f6nen sommerlichen Wetters und der ausgelassenen Stimmung (und nat\u00fcrlich nicht zuletzt dank des sportlichen Erfolgs der Gr\u00fcn-Wei\u00dfen) recht wohl an seinem Jubeltage gef\u00fchlt hat. Falls dieser Eindruck getrogen haben sollte, bitte ich um berichtigende Kommentare.<\/p>\n<p>Am Sonntag mussten sich dann leider alle wieder verabschieden und auch wir machten uns auf den langen Weg zur\u00fcck nach Karlsruhe, hatten aber wieder zwei neue \u00dcbernachtungen auf unserem Konto.<\/p>\n<h5>Statistik<\/h5>\n<p><b>\u00dc34:<\/b> <span style=\"color: #3366ff;\"> 23.09.2016 -&gt; 24.09.2016 in Bremen (47.751 km)<\/span><br \/>\n<b>\u00dc35:<\/b> <span style=\"color: #3366ff;\"> 24.09.2016 -&gt; 25.09.2016 in Bremen (47.751 km)<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun war es endlich soweit. Es half kein Weinen und Beschw\u00f6ren von irgendwelchen Ausfalltheorien wegen schlechtem Wetter, Eisgl\u00e4tte, Nebel oder Langeweile. Papa wurde am Samstag 80 Jahre alt. Zu diesem herausragenden und im h\u00f6chsten Ma\u00dfe feierlichen Anlass wurde daher wider Erwarten ob der oben aufgef\u00fchrten\u00a0Beispielausreden eingeladen. 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